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HMG 150 IU Injektionslösung | Gonadotropine

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HMG 150 IU: Urin‑gewonnene Glykoprotein‑Gonadotropin (FSH/LH, heterodimer, glycosyliert). Reinheit/Potenz: HPLC, SDS‑PAGE, Bioassay; Sterilität/Endotoxin.

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Halbwertszeit

24 Hours

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Dosierung

75-150 IU per injection

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Hepatotoxizität

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HBR

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Produktinformation

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Über HMG 150 IU Injektionslösung | Gonadotropine

1. Beschreibung — Klinische Zusammenfassung

HMG 150 IU (Humanes Menopausen-Gonadotropin, Menotropin) ist ein extrahiertes Gonadotropin-Präparat aus dem Urin postmenopausaler Frauen, das sowohl FSH‑ als auch LH‑Aktivität enthält. Es wird in der reproduktionsmedizinischen Praxis zur Stimulierung der Ovarien bei Frauen mit Anovulation bzw. zur kontrollierten ovariellen Stimulation (z. B. im Rahmen von In-vitro-Fertilisation/assisted reproduction) verwendet. HMG kann auch bei Männern mit hypogonadotropem Hypogonadismus zur Induktion oder Unterstützung der Spermatogenese eingesetzt werden, meist in Kombination mit hCG.

Ziel der Therapie ist die Heranreifung von Follikeln, die Erhöhung der Östrogenproduktion und — bei adäquater Reifung — die Auslösung des Eisprungs bzw. das Gewinnen reifer Eizellen. Die Gabe muss individuell geplant und durch gynäkologische/ reproduktionsmedizinische Spezialisten überwacht werden.

2. Wie wirkt HMG 150iu? — Wirkmechanismus

  • HMG enthält zwei gonadotrope Komponenten: Follikelstimulierendes Hormon (FSH) und luteinisierendes Hormon (LH).
  • FSH: Stimulierende Wirkung auf die Follikelentwicklung im Ovar; fördert Granulosazellproliferation und Aromatase‑Expression → Erhöhung der Östradiolproduktion.
  • LH: Unterstützt Thekazellfunktion, fördert Androgenproduktion als Substrat für Östrogensynthese und ist wichtig für finale Follikelreifung sowie Ovulationsmechanismen.
  • Bei Männern trägt FSH zur Stimulation der Sertoli‑Zellen und Spermatogenese bei; LH (bzw. hCG als LH‑Mimetikum) stimuliert Leydig‑Zellen zur Testosteronproduktion, die für Spermatogenese erforderlich ist.

Die Wirkung äußert sich klinisch in Follikelwachstum (Ultraschall) und steigendem Östradiol (Labor).

3. Dosierung — Richtlinien

Wichtige Prinzipien:

  • Dosierung ist individuell, abhängig von Indikation (Ovulationsinduktion vs. kontrollierte Ovarialstimulation), Alter, Körpergewicht, Ovarialreserve (AMH, Antralfollikelzahl) und vorheriger Reaktion.
  • Therapie und Anpassung nur durch erfahrene Fachärzte; regelmäßige Ultraschall‑ und Hormon‑Kontrollen erforderlich.

Typische Richtwerte (orientierend; Herstellerangaben und lokale Leitlinien beachten):

  • Ovulationsinduktion bei anovulatorischen Frauen: übliche Anfangsdosis 75–150 IU täglich; gegebenenfalls schrittweise Erhöhung in Intervallen von 7–14 Tagen bis zur gewünschten Follikelantwort.
  • Kontrollierte ovariellen Stimulation (z. B. IVF): übliche Startdosis 150–300 IU täglich; bei älteren Patientinnen/poor responders höhere Startdosis möglich, bei hohem OHSS‑Risiko niedriger Start (z. B. 75–150 IU).
  • Männer (hypogonadotropes Hypogonadismus): Dosierung variiert; HMG wird häufig in Intervallen (z. B. 75–150 IU mehrmals pro Woche) in Kombination mit hCG eingesetzt; Titration nach Spermiogramm und Testosteronspiegel.

Applikationsweg:

  • Subkutan (SC) oder intramuskulär (IM) je nach Präparat; Injektionsort, Auflösung und Volumen gemäß Herstelleranleitung.
  • Dauer: abhängig von Protokoll — typischerweise mehrere Tage bis Wochen bis Erreichen der Ziel-Follikelgröße; finaler Ovulationsauslöser (hCG oder GnRH‑Analoga) nach Erreichen vorgegebener Kriterien (z. B. mindestens ein dominanter Follikel ≥17–18 mm und adäquater Östradiolanstieg).

Überwachung:

  • Transvaginaler Ultraschall und Serum-Östradiol regelmäßig (z. B. alle 2–3 Tage) zur Dosisanpassung.
  • Bei Überstimulation (zu viele Follikel/zu hohe Östradiolwerte) Dosis reduzieren oder Therapie abbrechen.

Wichtig: Konkrete Einzeldosierungen und Trigger‑Strategien nur nach ärztlicher Verordnung.

4. Nebenwirkungen — Häufige und seltene Effekte

Häufige (zu erwartende/relativ häufige) Effekte:

  • Injektionsstelle: Schmerzen, Rötung, Hämatom, lokale Reaktionen.
  • Ovarielle Reaktion: ovarielle Überstimulation bis hin zu leichter bis moderater Ovarialschwellung, Unterbauchschmerzen, Druckgefühl.
  • Systemisch: Brustspannen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Abdominale Blähungen.

Weniger häufig / schwerwiegende (seltene) Effekte:

  • Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS): kann leicht bis schwer verlaufen; Symptome umfassen starke Abdominalschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, rasche Gewichtszunahme, Aszites, Atemnot, Elektrolytstörungen; in schweren Fällen thromboembolische Komplikationen und lebensbedrohliche Zustände möglich.
  • Mehrlingsschwangerschaften: erhöhtes Risiko für Mehrlinge (Zwillinge/Triplets), mit entsprechenden maternalen und fetalen Risiken.
  • Thromboembolische Ereignisse (sehr selten), insbesondere bei Patienten mit prädisponierenden Faktoren.
  • Allergische Reaktionen: von Hautausschlag bis selten anaphylaktischer Reaktion.
  • Selten: Persistierende Ovarialzysten, Veränderung des Augeninnendrucks oder Sehstörungen (bei systemischen hormonellen Veränderungen).

Hinweis: Jegliche Anzeichen einer übermäßigen Reaktion (starke Schmerzen, schneller Gewichtsanstieg, Atemnot, verminderte Urinmenge, ausgeprägte Übelkeit/Erbrechen) erfordern sofortige ärztliche Abklärung.

5. Lagerung — Aufbewahrung

  • Vor der Rekonstitution: Lyophilisiertes Pulver gemäß Herstellerangaben lagern, üblicherweise gekühlt bei 2–8 °C; vor Frost schützen (nicht einfrieren), vor Licht schützen.
  • Nach Rekonstitution: Haltbarkeit und Lagerbedingungen sind produktabhängig; viele Präparate sind im rekonstituierten Zustand nur kurzzeitig (z. B. bis 24–48 Stunden) bei 2–8 °C verwendbar oder bei Raumtemperatur für begrenzte Zeit; unbedingt die Packungsbeilage und Instruktionen des Herstellers beachten.
  • Vor der Anwendung visuell prüfen: keine Verwendung bei sichtbaren Partikeln, Trübungen (sofern nicht laut Hersteller normal) oder Verfärbungen.
  • Unbenutzte oder abgelaufene Produkte nicht verwenden; Entsorgung nach lokalen Vorschriften für Arzneimittel.

Wichtiger Hinweis — rechtlicher/klinischer Rahmen
Diese Zusammenfassung dient der fachlichen Information und ersetzt nicht die individuelle Beratung und Verschreibung durch einen Arzt oder eine Ärztin. Dosierung, Injektionsart, Monitoring und Management von Nebenwirkungen müssen durch qualifiziertes medizinisches Personal bestimmt werden. Beachten Sie die Herstellerangaben, nationale Leitlinien und Verordnungen.

science Dosierung

Empfohlen

75-150 IU per injection

Halbwertszeit

24 Hours

Hinweis: Konsultieren Sie immer einen Spezialisten, bevor Sie eine Kur beginnen. Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis, um die Verträglichkeit zu testen.

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