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Masteron Propionat

Klinischer Überblick

Überblick

Masteron Propionat (generischer Name: Drostanolonpropionat) ist ein synthetisches anaboles-androgenes Steroid (AAS), das strukturell von Dihydrotestosteron (DHT) abgeleitet ist. Es wurde ursprünglich in den 1950er–1970er Jahren entwickelt und medizinisch zur Behandlung bestimmter Formen von hormonabhängigem Brustkrebs eingesetzt. In der Sport- und Bodybuilding-Szene ist Masteron Propionat vor allem wegen seiner anti-östrogenen Eigenschaften, seiner Fähigkeit zur Definition und seines geringen Wasserhaltevermögens bekannt. Die Substanz wird als intramuskuläre Injektion in Form des Propionatesters verabreicht, welcher die Wirkdauer gegenüber dem nackten Steroid (Drostanolon) verlängert, jedoch relativ kurz ist im Vergleich zu längeren Estern wie Enanthate oder Cypionate.

Wichtige Merkmale:

  • Wirkstoff: Drostanolonpropionat (häufig kurz: Masteron Propionat)
  • Darreichungsform: Ölige Lösung zur intramuskulären Injektion (Propionatester)
  • Hauptanwendung (historisch/medizinisch): adjuvante Therapie hormonabhängiger Brusttumoren
  • Populäre Verwendung: Körperfettreduktion, Definition, Erhalt von Muskelmasse in Diätphasen

Chemische Eigenschaften

Allgemeine Strukturbeschreibung:

  • Drostanolon ist ein 2α‑Methylsubstituiertes Derivat von DHT (5α‑Androstan‑17β‑ol‑3‑on). Der Propionat‑Ester ist an der 17β‑Hydroxylgruppe verestert.
  • Der 2α‑Methylrest schützt das Molekül teilweise vor enzymatischer Reduktion und beeinflusst die Bindungsaffinität an den Androgenrezeptor sowie die metabolische Stabilität.

Nomenklatur:

  • Trivialname: Drostanolonpropionat
  • Systematische/teilweise verwendete Bezeichnung: 2α‑Methyl‑5α‑androstan‑17β‑ol‑3‑on‑17‑propionat (vereinfachte Darstellung)

Physikalisch‑chemische Eigenschaften (typisch für Steroidester):

  • Aggregatzustand: ölige Lösung für die gebräuchliche pharmazeutische Zubereitung; reines Esterpulver ist kristallin.
  • Löslichkeit: praktisch unlöslich in Wasser; gut löslich in organischen Lösungsmitteln und Lipidträgern (Ölen) für Injektionsformulierungen.
  • Stabilität: Ester sind bei sachgemäßer Lagerung (kühle, dunkle Bedingungen) relativ stabil; Hydrolyse zu Drostanolon und Propionsäure möglich.

Herstellungsaspekte:

  • Die Synthese beginnt in der Regel mit DHT‑Ableitungen; die Einführung eines Methylrests an C‑2 erfolgt durch etablierte organische Transformationen, danach erfolgt die Veresterung der 17β‑Hydroxylgruppe mit Propionsäurechlorid oder entsprechenden Reagenzien zur Bildung des Propionates.

Hinweis: Exakte Summenformel und molekulare Masse variieren je nach Quelle und sollten in regulatorischen Dokumenten oder pharmakopöischen Monographien nachgeschlagen werden, wenn numerische Präzision erforderlich ist.

Wirkmechanismus

Primärer Wirkmechanismus:

  • Androgenrezeptor-Agonismus: Drostanolonpropionat wirkt primär durch Bindung an den intrazellulären Androgenrezeptor (AR). Nach Bindung transloziert der AR‑Ligandkomplex in den Zellkern, wo er die Transkription androgenregulierter Gene moduliert. Dies führt zu erhöhtem Proteinaufbau (anabolische Effekte), verbesserten Stickstoffretention und anderen androgenen Effekten.

Spezifische pharmakologische Eigenschaften:

  • Nicht aromatisierbar: Im Gegensatz zu Testosteron wird Drostanolon nicht signifikant zu Östrogenen aromatisiert. Das bedeutet, dass typische estrogene Nebenwirkungen wie Flüssigkeitsretention oder Gynäkomastie deutlich seltener oder schwächer auftreten.
  • Anti‑estrogene/anti‑aromatase‑ähnliche Effekte (indirekt): Da Drostanolon nicht zu Östrogenen umgewandelt wird, kann es das östrogene Umfeld im Körper relativ senken, was in Diät‑ und Definitionsphasen vorteilhaft ist.
  • DHT‑ähnliche Eigenschaften: Als DHT‑Derivat hat Drostanolon ein höheres Verhältnis androgen/anabol im Vergleich zu Testosteron, was stärkere androgentypische Wirkungen auf Haut, Haarwurzeln und Prostata erklärt.
  • Wirk­dauer: Durch den Propionatester ist die Halbwertszeit kürzer (typischerweise einige Tage), was häufigere Injektionen (z. B. alle 2–3 Tage) erforderlich macht, wenn eine konstante Blutspiegelkonzentration angestrebt wird.

Metabolismus:

  • Nach intramuskulärer Verabreichung wird der Propionatester enzymatisch abgespalten und das aktive Aglykon (Drostanolon) wirkt. Metabolische Prozesse schließen Reduktionen, Hydroxylierungen und Konjugationen ein; das Analysieren spezifischer Metaboliten ist für Dopingkontrollen relevant, da einige Metaboliten lange nachweisbar sein können.

Medizinische Informationen

Historische und therapeutische Anwendungen:

  • Traditionell wurde Drostanolonpropionat als Teil der Hormontherapie gegen hormonsensitive Mammakarzinome eingesetzt, insbesondere vor dem Aufkommen moderner Antiöstrogene und Aromatasehemmer. Die medikamentöse Indikation ist heute weitgehend obsolet oder stark reduziert zugunsten moderner, besser verträglicher Therapien.
  • Heutige medizinische Verwendung ist selten; die Substanz wird überwiegend im Kontext von nichtmedizinischem Gebrauch (Leistungssport, Bodybuilding) beobachtet.

Pharmakokinetik und Dosierung (klinische/üblich berichtete Angaben aus Anwenderkreisen):

  • Verabreichung: intramuskuläre Injektion in intramuskuläre Öllösungen.
  • Häufig berichtete Dosierungen (nicht als Empfehlung): Männer: 200–400 mg pro Woche, aufgeteilt in mehrere Injektionen (z. B. alle 2–3 Tage). Frauen: deutlich niedrigere Dosen (z. B. 50–100 mg pro Woche) aufgrund des höheren Virilisationsrisikos.
  • Halbwertszeit/Wirkungsdauer: relativ kurz gegenüber längeren Estern; Blutspiegel sinken innerhalb weniger Tage nach Injektion spürbar.
  • Kombinationsverwendung: In Bodybuilding‑Kreisen oft in Kombination mit Testosteronen oder anderen AAS für definierende, „Cutting“‑Phasen verwendet.

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Schwangerschaft und Stillzeit: absolute Kontraindikation (virilisierende Effekte beim Fetus; hormonelle Gefährdung).
  • Prostata‑ und Brusttumoren bei Männern: Vorsicht geboten; androgenstimulierende Substanzen können tumorwachstumsfördernd wirken.
  • Vorbestehende kardiovaskuläre Erkrankungen, Hypertonie, lipidstoffwechselstörungen oder schwere Leber‑/Nierenerkrankungen: Risikoabwägung erforderlich.

Therapeutische Monitoring:

  • Bei medizinischer Anwendung sind regelmäßige Kontrollen von Leberfunktionstests, Lipidprofil, Hämatokrit/Hämoglobin, Testosteron und Prostataindizes (z. B. PSA) sowie klinische Verlaufskontrollen angezeigt.

Sicherheitsprofil

Nebenwirkungen — kurz- und langfristig:

  • Androgene/virilisierende Effekte:
    • Männer: Akne, verstärkte Körper- und Gesichtsbehaarung, seborrhoische Haut, Haarausfall (bei genetischer Prädisposition).
    • Frauen: Hirsutismus, Stimmvertiefung, Klitorishypertrophie, Menstruationsstörungen — viele dieser Effekte können irreversibel sein.
  • Kardiovaskuläre Effekte:
    • Negative Veränderungen des Lipidprofils: Absenkung von HDL‑Cholesterin und Erhöhung von LDL‑Cholesterin, was das atherosklerotische Risiko erhöhen kann.
    • Potenzielle Erhöhung von Blutdruck und Risiko für Herz‑Kreislauf-Erkrankungen bei Langzeitanwendung oder hohen Dosen.
  • Endokrine Effekte:
    • Suppression der endogenen Hypothalamus‑Hypophysen‑Hoden‑Achse (HPT‑Achse) mit reduzierter körpereigener Testosteronproduktion; bei Absetzen kann eine Recovery‑Phase erforderlich sein.
    • Potenziell beeinträchtigte Fertilität reversibel oder in seltenen Fällen länger anhaltend.
  • Lebertoxizität:
    • Im Vergleich zu 17α‑alkylierten oralen Steroiden ist das hepatotoxische Risiko von Steroidestern wie Drostanolon deutlich geringer, da sie nicht oral 17‑alkyliert sind. Dennoch können systemische Effekte auf die Leber auftreten, insbesondere bei Kombination mit anderen hepatotoxischen Substanzen.
  • Lokale Reaktionen: Schmerzen, Schwellungen oder Infektionen an der Injektionsstelle sind möglich.
  • Psychische Effekte: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, gelegentlich Aggressivität oder depressive Symptome nach Absetzen.

Risikominderung und Management:

  • Vor Beginn laborchemische Basiswerte erheben (Lipidstatus, Leberwerte, hämatologische Parameter, Hormonstatus).
  • Regelmäßige Überwachung während Anwendung.
  • Minimale wirksame Dosis und begrenzte Anwendungsdauer reduzieren Risiken.
  • Bei klinischer Indikation: Nutzen‑Risiko‑Abwägung durch qualifizierte Ärztin/Arzt.
  • Nach Absetzen: gegebenenfalls Hormon‑Recovery‑Strategien unter ärztlicher Aufsicht, klinische Nachkontrollen.

Besondere Warnhinweise:

  • Selbstmedikation ohne ärztliche Überwachung erhöht das Risiko signifikanter Nebenwirkungen.
  • Kombinierte Anwendung mehrerer AAS potentiert gesundheitliche Risiken (kardiovaskulär, hepatic, endokrin).

Rechtsstatus

Internationaler/regulatorischer Überblick (nicht abschließend; nationale Regelungen variieren stark):

  • Verschreibungspflicht: In vielen Ländern ist Drostanolonpropionat als verschreibungspflichtiges Arzneimittel klassifiziert und darf nur unter ärztlicher Aufsicht verwendet werden. Die ursprünglichen medizinischen Zulassungen sind in vielen Regionen eingeschränkt oder aufgehoben worden.
  • Betäubungsmittel/Anlage/Controlled Substance: In mehreren Staaten (z. B. USA, Teile Europas) fallen anabole Steroide unter kontrollierte Substanzen oder ähnliche Regularien; Herstellung, Besitz oder Vertrieb ohne entsprechende Genehmigung ist strafbar.
  • Anti‑Doping: Unterliegt strengen Verbotsregelungen im organisierten Sport. Die World Anti‑Doping Agency (WADA) und die meisten internationalen Sportverbände listen AAS einschließlich Drostanolon (und seiner Ester) als verbotene Substanzen. Nachweisbare Mengen führen zu Disqualifikationen und Sanktionen.
  • Schwarzmarkt/Online‑Handel: Aufgrund der Nachfrage in Bodybuilding‑Kreisen existiert ein illegaler Markt; Produkte dort sind oft von ungewisser Qualität, weisen Verunreinigungen oder falsche Konzentrationen auf, was die gesundheitlichen Risiken zusätzlich erhöht.

Empfehlung bezüglich Legalität und Sicherheit:

  • Vor dem Einsatz ärztlichen Rat einholen und die jeweilige nationale Gesetzeslage prüfen.
  • Bei sportlicher Wettkampfteilnahme ist die Verwendung grundsätzlich verboten und mit disziplinarischen Maßnahmen belegt.

Hinweis: Diese Darstellung dient ausschließlich Bildungs‑ und Informationszwecken. Sie stellt keine medizinische Empfehlung dar. Jegliche Anwendung von anabolen-androgenen Steroiden sollte nur unter ärztlicher Aufsicht und nach sorgfältiger Risikoabschätzung erfolgen. Bei Gesundheitsfragen, Symptomen oder beabsichtigter Therapie wenden Sie sich bitte an qualifiziertes medizinisches Personal.

science Chemische Eigenschaften

Masteron Propionat Structure

2D-Struktur

CAS Number

tag

521-12-0

Molekularformel

science

C23H36O3

Molare Masse

science

360.5 g/mol

Halbwertszeit

science

2-3 Tage

Anabol/Androgen Verhältnis

science

62:25

CAS Nummer

science

521-12-0

bolt Wirkmechanismus

Drostanolon Propionat ist ein DHT-Derivat, bekannt für anti-östrogene und härtende Effekte. Wird primär vor Wettkämpfen für einen harten Look genutzt.

  • Härtung: Entfernt subkutanes Wasser für Definition.
  • Anti-Östrogen: Hat milde Aromatase-hemmende Eigenschaften.
medical_information

Haarlinie

Finasterid ist unwirksam (bereits DHT).

HAARAUSFALL RISIKO

medication Dosierungsprotokoll

Erfahrungsstufe Tagesdosis Zyklusdauer
Standard 350-500 mg 6-8 Wochen

* Erfordert niedrigen Körperfettanteil (<10%) für volle Wirkung.

security Sicherheitsprofil

warning Häufige Nebenwirkungen

  • content_cut

    Haarausfall

    Aggressiv zur Haarlinie (DHT).

  • medical_services

    Prostata

    Mögliche Prostatavergrößerung.

  • skeleton

    Gelenke

    Kann Gelenke leicht austrocknen.

dangerous Schwere/Seltene Nebenwirkungen

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Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient nur zu Informations- und Bildungszwecken. Er stellt keine medizinische Beratung dar.